Testberichte

Wainman Hawaii Boss


Die Fakten
Hinter dem Firmennamen Wainman Hawaii steht ein Team aus echten Pionieren des Kitesports. Besonders der Namensgeber Lou Wainman gilt als einer der Begründer des Wakestyles im Kitesurfen. Wenig überraschend präsentierten sich daher die Kites der Rabbit Gang auch als sehr sportliche Vertreter, deren Fokus auf der Symbiose aus Freeride und Freestyle liegt. In der nunmehr zweiten Generation haben die Hawaiianer Feintuning am Boss betrieben, insbesondere an der Gestaltung der Querstruts, um die aerodynamischen Eigenschaften zu verbessern. Die wichtigste Veränderung ist allerdings in der vollständig neu entwickelten Carrot-Bar zu sehen. Während das Vorgängermodell nur unzureichende Safetymöglichkeiten bereithielt, steht nun eine gut funktionierende Frontleinen-Safety zur Verfügung. Aber auch den Bedürfnissen von Freestylern wurde mit diversen Suicide-Optionen Rechnung getragen.

Auf dem Wasser
Der tief geschnittene Mittelteil des Boss sorgt schon im untersten Windbereich für ordentlich Dampf. Durch den tiefen Stand im Windfenster ist ein gefühlvoller Umgang mit der Boardkante nötig, um den kraftvollen Zug auch direkt effektiv in Höhe umsetzen zu können. Die extrem gut ausgeprägte Flugstabilität und die effiziente Dämpfung von Böen führen zu einem hohen Flugkomfort und gestalten die grundlegende Handhabung des Boss einfach. Auch die im oberen Mittelfeld liegende Depower trägt zum weitläufig hohen Komfort bei. An der Bar ist keine große Arbeit gefragt, Halte- und Steuerkräfte liegen im Mittelfeld. Auf Lenkbefehle reagiert der Kite sehr direkt und setzt sie mit mittlerer Fluggeschwindigkeit um. Die Kraftabgabe erfolgt druckvoll, aber nicht so explosiv, dass es zu einer Überforderung des Fahrers kommen würde. So lässt sich der Absprung trotz tieferen Stands im Windfenster recht leicht finden und ab dem mittleren Windbereich steht auch ein ansprechender Lift bereit. Die Hangtime liegt im oberen Mittelfeld. Ausgehakt stellt der Boss einen ordentlichen Pop zur Verfügung. Der Zugkraftabbau fällt allerdings nicht so stark aus wie bei seinen kleineren Geschwistern. Wakestyler können den Kite in verschiedenen Stufen unsensibler trimmen. Dafür stehen nicht nur drei Anknüpfpunkte für die Steuerleinen am Tip, sondern auch eine direkte Anbringung der Frontleinen anstatt der Waage auf der Fronttube zur Verfügung. Absolut einsteigerfreundlich gestaltet sich der Wasserstart, schon bei geringem Ansteuern des Tips dreht sich der Boss auf die Seite und schält sich aus dem Wasser.

Rating

Turning 70%
Depower 80%
Relaunch 100%
Unhooked 80%
Hangtime 70%
Lowend 90%
Final Thoughts

Permanent hohe Kraft und eine absolut einfache Kontrolle des Kites machen den Boss zu einem klasse Freerider. Lediglich die etwas anspruchsvollere Technik zum maximalen Höhelaufen schränkt die Empfehlung für Einsteiger leicht ein. Wer schon beim kleinsten Lüftchen auf dem Wasser sein will, gleichzeitig aber auch einen Kite für Unhooked-Manöver sucht, trifft mit dem Boss eine gute Wahl.

Overall Score 81% Allrounder
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