Testberichte

SU-2 Proseries Classic


SU2 Proseries ClassicSU-2 (gesprochen: Sudwa) bringt 2012 mit der Proseries eine komplett neue Boardlinie auf den Markt und setzt dabei auf hochwertige Verarbeitung und äußerst kundenfreundliche Preise. Innerhalb der drei Modelle umfassenden Palette vertrauen die Macher bei allen Boards auf die gleiche Outline und Bodenkurve. Bei den verwendeten Materialien weichen sie jedoch voneinander ab, ebenso beim Preis. Das mit Abstand günstigste Board und gleichzeitig auch das günstigste Modell in diesem Test ist das mit einem Holzkern ausgestattete Proseries Classic.

Neben dem Proseries Hybrid und dem TMB Bamboo spricht es am intensivsten die Zielgruppe der Freerider an und baut als absolutes Fliegengewicht auf einfachste Handhabung bei maximalem Fahrkomfort. Zügig kommt das Proseries von SU-2 ins Gleiten. Auch kurze Windlöcher können die freie Gleitlage nicht negativ beeinflussen. Die Beschleunigung erfolgt eher gemächlich und mündet in eine mittlere Endgeschwindigkeit. Das Zusammenspiel aus harmonischer Rumpfabstimmung und extrem weichen Pads lässt fast schon sofaähnliches Feeling aufkommen, für Cruiser eine echte Wohltat. Die tiefe Konkave vermittelt das Gefühl, als würde das Board wie auf einem Luftkissen laufen. Auch wenn es sich in Kabbelwasser etwas aufschaukelt, bleiben Kontrolle und Fahrkomfort durchgehend erhalten. Die Handhabung des Proseries Classic fällt so einfach aus, dass auch Fahrer unterster Könnensstufen sofort Spaß haben werden.

Die Agilität liegt im unteren Mittelfeld, denn das Board ist stets darauf ausgelegt, maximale Führung zu liefern. Plane Drehungen auf der Wasseroberfläche erfordern trotzdem nur einen geringen Kraftaufwand. Bei eingehakten Sprüngen ist die Kontrolle des Boards bis zum Verlassen der Wasseroberfläche denkbar einfach. Auch für ausgehakte Manöver lässt es sich progressiv einkanten, jedoch verpufft ein großer Teil der Energie in der weichen Tipkonstruktion.

Ob Zehen- oder Fersenkante, bis in mittlere Radien hält das Proseries Classic in Turns seine Geschwindigkeit bei maximalem Zug auf der Kante. Auch in engen Radien bleibt die Kontrolle erhalten, aber die Fahrgeschwindigkeit reduziert sich spürbar.

Fazit: Mit dem Proseries Classic bringt SU-2 einen sehr klassischen Freerider auf den Markt. Wer sein Aktionsfeld auf dem Wasser primär im Cruisen und in eingehakten Sprüngen sieht, bekommt ein unglaublich komfortables Board, das äußerst einfach kontrollierbar ist. Zudem gehört der sehr leichte Vertreter mit einem Verkaufspreis von 459 Euro zu den günstigsten Modellen auf dem Markt. Fahrern mit fortgeschrittenem Fahrkönnen wird der Pop etwas zu gering ausfallen. Für diese Zielgruppe empfiehlt sich das Proseries Hybrid, das für 40 Euro Aufpreis eine sportlichere Abstimmung bereithält.

SU2 Proseries Classic


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