How to do

Springen


Es ist und bleibt eine der faszinierendsten Facetten unseres Sports. Für viele von uns ist es der Grund, weshalb wir uns überhaupt zu einem Kitekurs angemeldet haben. Auch bei Zuschauern sind es die hohen Sprünge, die wirklich im Gedächtnis bleiben. „Kitesurfen, da habe ich schon einmal richtig gute Fahrer gesehen, die sind soooo hoch gesprungen.“ Daher wollen wir hier eine Anleitung geben, mit der du Schritt für Schritt zum Big Air kommst.

Bevor du ans Springen gehst, solltest du sicher fahren können und eine sehr gute Kitekontrolle haben. Wenn die Straßenbahnhalse und/oder die Halse aus dem Switch sitzt, ist es für viele an der Zeit, sich an Sprünge heranzutasten. Es gibt ein paar Übungen, mit denen du dich schon einmal sehr gut vorbereiten kannst.

SprungschlüsselEiner der Schlüsselpunkte für einen geglückten Big Air ist ein optimales Ankanten. Und genau das kannst du auf diese Weise üben. Denn auch der Absprung besteht im optimalen Fall aus einer Kurve: Erst abfallen und dann stark ankanten.

VORBEREITUNG

Am einfachsten wird dir diese Übung fallen, wenn dein Kite weder unter- noch überpowert ist. Greife die Bar eng und halte deinen Kite während des gesamten Manövers auf etwa 45 Grad. Fahre mit angenehmer, nicht zu geringer Geschwindigkeit an. Powere ein Stück an, damit du auch gut Druck hast.

DIE KURVE

Richte dich auf und stelle dabei das Brett planer. So wirst du automatisch abfallen und hast die erste Hälfte des Manövers schon hinter dir. Es ist nicht nötig, die Zehenkante zu belasten. (Das sieht zwar besser aus, ermöglicht engere Radien und ist eine schöne Vorübung für die Halse, doch für das Springen ist es nicht wirklich notwendig.) Lass dich dann wieder zurückfallen und belaste die Kante erneut, mit etwas mehr Druck auf dem hinteren Fuß. So wird das Brett wieder anluven und du kannst von vorn beginnen.

UND WEITER

Allzu lange musst du bei dieser Übung nicht verweilen. Kante immer stärker an und gib zunehmend Druck auf den hinteren Fuß. Irgendwann geht der nächste Schritt von allein: der Absprung ohne Schirmunterstützung.

loaded

Bei einem so genannten „loaded“, also geladenen, Sprung wird der Kite nicht bewegt. Du erzeugst den Lift ausschließlich dadurch, dass du die Leinen unter Spannung bringst (also Falle etwas ab und nimm so kurz „auflädst“) und du diese Spannung auf einen Schlag auflädst. Auf diese Weise funktionieren übrigens auch viele unhooked Manöver und viele Tricks an der Wakeboardanlage.

VORBEREITUNG

Die ersten Schritte funktionieren wieder am besten, wenn der Kite in seinem optimalen Windbereich ist. Wir empfehlen dir, den Kite zunächst weit oben zu halten. Zwar die Sprünge dann nicht so schön, aber sie werden einfacher. Gerade wenn hohe Sprünge dein Ziel sind, ähnelt der Absprung so auch noch dem, was du dann machen musst. Greife die Bar wieder eng, damit du den Schirm nicht versehentlich verlenkst. Powere stark an, um genug Druck zu haben.

ABSPRUNG

Falle etwas ab, und nimm so Schwung auf (wie bei einer Schlangenlinie). Lass dich dann zurückfallen und kante so stark und schnell wie möglich an. Achte darauf, dass du den hinteren Fuß explosiv ins Wasser drückst. Wichtig ist, dass du nicht nach oben abspringst, sondern vom Kite weg. Es geht darum, möglichst viel Spannung aufzubauen, und nicht darum, mit Muskelkraft nach oben zu springen. Dann wird es dich automatisch aus dem Wasser ziehen und du fliegst (herzlichen Glückwunsch!). Sollte der Absprung gar nicht funktionieren, fahr das nächste Mal schneller an und spring explosiver ab.

FLUGPHASE UND LANDUNG

Halte die Bar angepowert und achte darauf, dass du den Kite nicht nach oben lenkst. Ein wenig nach unten steuern ist jedoch kein Fehler, besonders wenn dein Kite schon weit oben ist. Du kannst deiner Flugphase im Notfall ein frühes Ende setzen, wenn du die Bar nach vorn schiebst. Richte dein Brett raumwind aus (also werden schräg nach Lee) und versuche, mit dem Heck zuerst im Wasser einzusetzen. Wenn es dich in der Luft ständig in dieselbe Richtung verdreht, versuch beim nächsten Absprung, deiner Schulter einen kleinen Kick in die andere Richtung zu geben.

Hier lernst du Hochspringen

Nun ist es endlich so weit … Es geht an die richtig hohen Sprünge. Wo du nun geladene Sprünge beherrschst, hast du einige Bewegungsteile bereits drauf und musst sie nur noch mit richtiger Kitesteuerung kombinieren. Wichtig ist, dass das Ankanten sitzt, denn einer der häufigsten Fehler ist, nach oben abzuspringen. Ein weiteres Problem ist die falsche Steuerung des Schirms. Wirklich alles herauszuholen, setzt viele, viele Sprünge voraus. Doch keine Sorge, mit modernem Material weit nach oben zu kommen, ist gar nicht mehr schwierig. Und glaub uns: Die ersten Hüpfer sind bereits ein riesiges Gefühl, auch wenn sie nicht gleich zehn Meter hoch sein werden.

VORBEREITUNG

Nimm am besten wieder einen Schirm in seiner optimalen Windrange, auf keinen Fall jedoch einen eindeutig zu kleinen. Greife die Bar diesmal wieder normal und fahre mit zügiger, kontrollierter Geschwindigkeit an. Halte dabei den Kite eher tief.

ABSPRUNG

Zieh die Bar zu dir heran und gib dem Kite einen kräftigen Lenkimpuls, sodass er geradlinig nach halb eins bis ein Uhr (beziehungsweise elf bis halb zwölf) fliegen kann. Depowere ihn, während er nach oben fliegt, gib die Kante frei und falle etwas ab. Kante dann, kurz bevor der Kite oben ist, maximal an und powere gleichzeitig an. Du fährst also wieder genau so eine Schlangenlinie wie bei den ersten zwei Übungen, nur musst du es diesmal mit der Kitesteuerung unter einen Hut bekommen.

FLUGPHASE UND LANDUNG

Halte den Kite in der Luft angepowert über dir. Lenke ihn dann kurz vor der Landung wieder nach vorn. Je höher du warst, umso mehr musst du den Kite nach vorn reißen. Dabei kannst du etwas depowern, damit der Schirm mehr Geschwindigkeit aufnimmt. Lande wieder raumwind und über das Heck.

FEHLERHILFE

Wenn du gar nicht aus dem Wasser kommst, kann das unterschiedliche Gründe haben. Wenn du zu spät ankantest, wirst du nicht nach oben kommen, wenn du zu früh ankantest, bremst du den Kite eventuell aus. Oder du steuerst den Kite am Windfensterrand entlang, wo er nicht genug Power erzeugen kann. Wenn du nur weit und nicht hoch fliegst, könnte es sein, dass du zu früh abspringst oder nach oben und nicht vom Kite weg abspringst. Probiere einfach verschiedene Methoden durch, bis es funktioniert, oder such dir einen erfahrenen Kiter (oder eine kompetente Kiteschule, am besten gleich eine mit Funkschulung), der dir sagen kann, woran es liegt.

SCHIRMSTEUERUNG

Es gibt sehr viele unterschiedliche Modelle an Kites und jeder springt sich ein wenig anders. Die beschriebene Variante funktioniert bei den meisten aktuellen Kites, doch bei manchen kommt man mit anderen Techniken noch weiter raus. Einige C-Kites wie zum Beispiel der Vegas 09 springen sehr hoch, wenn man sie bei gut Druck auf fast elf Uhr (also ziemlich weit oben) hält, die Bar anpowert und ihnen nur einen Kick zurückgibt (ohne zwischendurch zu depowern).


1 Comment on Springen

  1. Nico

    DANKE danke Liebes kitelife Team das hat mir Seher geholfen ich Tat mir schon immer mit dem springen schwer jetzt weiß ich endlich so der Fehler lag war mir echt eine enorme Hilfe das man von dem kite wegspringen muss und nicht zu ihm hin vielen dank nochmal
    Euer nico

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