Testberichte

Carved Imperator V


Carved Imperator VAuch die zweite Generation der Imperator-Kleinserie wird auf Fehmarn handgefertigt. Von den Carved-Customboards unterscheidet sie sich lediglich dadurch, dass fünf vorgegebene Maße zur Auswahl stehen. Beim Material und der Verarbeitung wird wie bei den Customs auf höchste Qualität und Erfahrung gesetzt. So kommt beim Imperator V erstmals in der Geschichte des Kiteboards ein extra für Carved angefertigtes Karbongelege mit 30-Grad-Winkel zum Einsatz. Durch dieses sogenannte Cartan-Karbon kann die Torsionssteifigkeit extrem gesteigert und somit das Gewicht reduziert werden. Gegenüber dem Vorgänger wiegt das Board nochmals knapp 150 Gramm weniger.

Modifiziert wurden außerdem die Outline und das jetzt aufwendig elliptisch geformte Flex-Tip, das für eine spürbare Komfortsteigerung und den wohl besten Pop aller Serien-Imperator-Boards verantwortlich ist. Trotz stärkerer Aufbiegung gleitet der Imperator V extrem gut an. Bereits bei minimalem Kitezug beschleunigt das Board ügig und erreicht eine extrem hohe Endgeschwindigkeit. Die Dämpfung ist in der absoluten Spitzenklasse angesiedelt, was eine optimale Laufruhe ermöglicht. Selbst heftigstes Kabbelwasser muss vom Fahrer des Imperator V nicht gefürchtet werden. Auch in solchen Bedingungen stellt die Kontrolle des Boards keine großen Anforderungen an das Fahrkönnen.

In Turns wird der Firmenname zum Programm, denn die Carvingeigenschaften sind bis ins letzte Detail ausgefeilt. Mit den verglichen zum Vorjahr etwas breiter gewordenen Tips zieht das Board bereitwillig durch engste Turns mit maximaler Kantenkontrolle. Extrem agil ausgelegt, fühlt es sich in jeder Situation absolut frei an, was durch das gegenüber dem Imperator IV nochmals gesenkte Gewicht unterstrichen wird. Beim Springen kommen die neuen Konstruktionsdetails massiv zum Tragen. Das neue in den Kern eingearbeitete Flex-Tip und das innovative Karbongelege verleihen dem Imperator V Sprungleistungen, wie sie sonst eigentlich nur von speziellen Freestyleboards realisiert werden. Progressiv eingekantet steht ein extrem guter Pop zur Verfügung, der sogar erfahrenste Freestyler begeistern wird. Trotzdem lässt sich das Board aber auch bei eingehakten Manövern absolut leicht und mit guter Kontrolle abspringen, weshalb selbst Sprungnovizen mit dem Imperator V optimale Lernfortschritte erzielen werden.

Fazit: Die Bedürfnisse von Freeridern und fortgeschrittenen Freestylern unter einen Hut zu bringen, ist eine echte Herausforderung, die von Carved mit dem Imperator V in der Special Edition perfekt gelöst wurde. Obwohl das Board die Anforderungen von sehr sportlichen Fahrern ausnahmslos erfüllt, kann es durch die einfache Handhabung und den ausgeprägten Komfort auch Einsteigern empfohlen werden. Wer in den Genuss dieser grandiosen Fahreigenschaften kommen möchte, muss verglichen mit allen anderen Boards in diesem Test aber auch deutlich tiefer in die Tasche greifen. Durch das extra für dieses Board produzierte Karbongelege wurde der Preis angehoben, weshalb der Imperator V mit 1.199 Euro auch das teuerste Serienboard auf dem Markt ist.

Carved Imperator V


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