Testberichte

Carved Imperator 2012


Schwarz, dynamisch und im Sonnenlicht schimmernd die das Fell eines schwarzen Hengstes. Das Imperator IV gehört optisch zu den edelsten Boards am Markt, aber auch zu den teuersten. Auf technischer Seite handelt es sich hier allerdings auch um die absolute Spitzenklasse der innovativen Boardkonstruktionen. Mit einem Vollkarbon-Rumpf ausgestattet, basiert das Imperator IV in der Special Edition auf der gleichen Bauweise wie die Customboards von Carved und ist in fünf Größen erhältlich.

Wer auf die Wurzeln der Firma Carved anspielend ein konsequentes Freestyleboard mit puristischer Auslegung beim Fahrkomfort erwartet, ist auf dem Holzweg. Die neue Generation des Imperator ist komfortabler als jeder Vorgänger und trotzdem extrem sportlich. Der absolut harmonisch abgestimmte Flex lässt in Kabbelwasser keinerlei Unruhe aufkommen. Gesteigert wird der Komfort durch die neue Pad-Schlaufen-Kombination, die jetzt deutlich einfacher zu verstellen ist. So fühlen sich auch kleine Füße richtig wohl. Beim Angleiten wirkt die im Mittelteil flach gehaltene Bodenkurve als Beschleunigungsgarant. Das Board läuft absolut frei und zeigt dabei eine mittlere Beschleunigung. Einmal in Fahrt, erfolgt der Übergang auf die Kante extrem rund. Auf eine Rundung setzt der deutsche Boardhersteller auch bei der Gestaltung der Kante im Mittelteil. Sie verleiht dem Board ein looses Fahrverhalten, während die durchgezogene Konkave gleichzeitig leichte Kontrollierbarkeit gewährleistet. Zu den Tips hin läuft die Kante dann schmal und scharfkantig aus.

Diese Art der Kantenkonstruktion ist auf dem gesamten Markt einzigartig und unterstützt die genialen Sprungeigenschaften des Imperator. Beeindruckend ist, dass sich das Board für Absprünge maximal aufladen lässt und satte Absprünge garantiert. Gleichzeitig bekommen aber auch Oldschooler ein Absprungverhalten geboten, wie es so definiert und effektiv nur wenige andere Kiteboards realisieren.

Der Schlüssel zu dieser neuen Vielseitigkeit und der gleichzeitig gesteigerten Kontrollierbarkeit sind die neuen Razor-Finnen. Sie verleihen dem Board durchweg gute Führung. Trotzdem lässt es sich durch den an den Tips ansteigenden Rocker immer noch leicht switchen und fühlt sich sehr agil an.

Fazit: Das Imperator IV ist in der Special Edition ein perfekter Allrounder und verbindet maximale Sportlichkeit mit einer neuen Dimension von Komfort. Auf diese Weise ist das Board jetzt auch für Fahrer unterer Könnensstufen absolut leicht zu beherrschen, ohne die Attraktivität für fortgeschrittene Freestyler einzubüßen. Wer sich eher als Freerider sieht und mehr Führung wünscht, sollte die neuen 1,9er-Razor-Finnen wählen. Wer hingegen ein looses Fahrgefühl wünscht, ist mit den 1,7ern bestens bedient.


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