How to do

Bodydrag nach Luv


Hier lernst du den Bodydrag nach Luv

Der Bodydrag nach Luv ist eines der wichtigsten Manöver im Kitesport. Es ist nicht nur so, dass man hin und wieder mit dieser Technik zu seinem Board gelangen muss, ein Bodydrag im Amwindkurs erspart einem so manche Schwimmeinlage bei abnehmendem Wind. Nicht zu vergessen sind die Notsituationen, die man auf diese Weise oft noch stressfrei bewältigen kann, wie zum Beispiel unerwartet drehender Wind.

VORAUSSETZUNGEN

Wichtig ist, dass du deinen Kite blind einhändig steuern kannst. Greife mit der rechten Hand, wenn der Schirm in der linken Windfensterhälfte stehen soll, und mit rechts, wenn es nach links geht. Es gibt verschiedene Techniken, wie du die Bar greifen kannst. Der Klammergriff knapp neben dem Depowertampen funktioniert sehr gut, du kannst aber auch den Depowertampen zwischen den Finger nehmen. Wir empfehlen, nicht den verschiebbaren Stopper (falls vorhanden) zu benutzen, da du den Druck dann nicht mehr so gut kontrollieren kannst. Investiere ruhig ein wenig Zeit, um die einhändige Schirmsteuerung zu üben, falls sie noch nicht sitzt.

DER SCHIRM

Theoretisch kannst du den besten Winkel gegen den Wind draggen, wenn der Schirm sehr tief steht. Wenn du von einem Sturm überrascht wurdest und sehr viel Druck hast, ist dies auch die sicherste Position, denn so wirst du nicht so leicht aus dem Wasser gezogen. Bei normalem Wind empfehlen wir, ihn auf etwa 45 Grad zu halten, um ein wenig weiter aus dem Wasser zu kommen. Dies ist auch deutlich entspannter. Bei Leichtwind sollte der Kite eher noch ein wenig höher geflogen werden, denn so stürzt er in einem Windloch nicht so leicht ab. Sinuskurven sind nicht notwendig, wenn der Schirm an einer Position verharrt.

DER KÖRPER

Dein Körper fungiert beim Bodydrag quasi als Finne. Lege dich seitlich ins Wasser und strecke dich. Versuche dabei von Arm bis Fuß eine Linie zu bilden. Körperspannung ist hier wichtig, um optimale Winkel gegen den Wind zu erzielen. Wenn du ohne Board nach Luv kommen möchtest, strecke die Hand, die nicht an der Bar ist, nach vorn. Halte das Brett angekippt vor dir in Lee und stütze dich ein wenig auf. Wir empfehlen den Griff zur Kante, wie auf dem Bild zu sehen ist, doch du kannst es auch an Schlaufe oder Grab Handle festhalten. Mit Board wird das Manöver noch effektiver, da sich die Führung verbessert und der Wasserwiderstand kleiner wird.

DER WINKEL

Wenn Haltung und Schirmposition stimmen, musst du nur noch den richtigen Winkel gegen den Wind finden. Bilden deine Leinen etwa 90 Grad zu deinem Körper, wird es genauso wenig klappen, wie wenn du direkt auf den Schirm zudraggst. Den optimalen Winkel findest du am einfachsten mit folgender Methode: Fange mit einem Winkel von bis zu 45 Grad zu den Leinen an. Powere dosiert an, um ein wenig an Fahrt zu gewinnen.
Du musst dabei nicht schnell sein, es reicht, wenn es dich langsam durchs Wasser zieht. Du steuerst mit dem vorderen Arm beziehungsweise dem Board. Luv Stück für Stück an und dosiere den Zug des Kites mit der Bar. Mach das so lange, bis du denkst, dass es nicht mehr viel weiter nach Luv gehen kann. Sobald du nicht mehr das Gefühl hast, dass das Wasser an deinem Körper entlangströmt, war der Winkel etwas zu groß. Nach ein paar Versuchen wirst du ein Gespür dafür entwickeln, wie weit du beim Anluven gehen kannst. Das Fahrtaufnehmen ist im Übrigen besonders bei Leichtwind sehr wichtig, denn durch deine Eigengeschwindigkeit wird der scheinbare Wind größer und dein Schirm fliegt stabiler.


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