Testberichte

Best Armada


Best ArmadaDas Armada gehört bei Best zu den echten Evergreens. Mit dem Anspruch, ein leicht zu fahrendes Board für die breite Masse zu konzipieren, haben die Designer bereits in den vergangenen Jahren die Bedürfnisse von Freeridern sehr gut erfüllt. Genau diese Absicht stand auch bei der Gestaltung des 2012er-Modells im Vordergrund. Durch einen neu gestalteten Laminataufbau und die weniger stark aufgebogene Rockerlinie wurden die Fahreigenschaften aber so weitgreifend aufgewertet, dass jetzt auch Fahrer im fortgeschrittenen Stadium viel Spaß mit dem Armada haben werden.

Passend zur nun breiteren Zielgruppe hat Best auch die Range ausgebaut. In den Maßen 131 x 40,5 Zentimeter ist ein neues Modell hinzugekommen und mit dem sogenannten KB (Kristin Boese) Signature steht auch ein Board in spezieller Größe und Abstimmung für Frauen zur Auswahl. Gewohnt einfach kommt der Freerider von Best Kiteboarding ins Gleiten. Schon bei geringem Kitezug geht
das Armada in die freie Gleitlage über und kann schnell auf die Kante gestellt werden. Die Beschleunigung liegt imMittelfeld, ebenso wie die erreichbare Endgeschwindigkeit.

Ob auf Flachwasser oder in kabbeligen Bedingungen, das Board wird den Anforderungen an einen Cruiser optimal gerecht. Scheinbar durch nichts aus der Ruhe zu bringen, schneidet es auch durch größere Wogen und gewährleistet dabei immer beste Kontrollierbarkeit. Die neuen, weichen Pads tragen maßgeblich zum ausgeprägten Fahrkomfort bei. Obwohl das Board nicht annährend hohe Anforderungen an das Fahrkönnen stellt, handelt es sich aber nicht um einen reinen Cruiser. Die Rückstellkräfte der mit einem gegenüber 2011 gesteigerten Flex ausgestatteten Tips fallen noch so gut aus, dass auch progressive Absprünge möglich sind. Für ausgehakte Manöver steht damit ausreichend Leistung zur Verfügung und auch fortgeschrittene Fahrer kommen auf ihre Kosten. Bei Sprüngen mit Schirmunterstützung lässt sich die Kante bis zum Verlassen der Wasseroberfläche optimal halten.

Schnelle, harte Landungen wirken durch die Pads und die komfortable Rumpfabstimmung leicht schwammig, bleiben jedoch ausreichend kontrollierbar. Die Agilität ist im Mittelfeld angesiedelt und beim planen Drehen des Boards auf der Wasseroberfläche muss nur ein geringer Widerstand überwunden werden. Das Armada vollzieht Turns in mittleren Radien problemlos und sauber auf der Kante. In enge Radien gedrückt, geht das Board zwar nicht in den Drift über, verliert aber spürbar an Geschwindigkeit.

Fazit: 2012 gehört das Armada von Best zweifellos zu den attraktivsten Freeridern auf dem Markt. Verglichen zum Vorjahr konnten sowohl der Komfort als auch die Sportlichkeit gesteigert werden. Und dieses überdurchschnittlich gute Gesamtpaket bietet Best mit 599 Euro zu einem Preis an, der gerade mal im Branchenmittelfeld liegt. Mit diesem Board kann tatsächlich jeder Spaß haben. Einsteiger kommen in den Genuss einer absolut einfachen Handhabung und eines hohen Fahrkomforts, während Aufsteiger und Fortgeschrittene das sportliche Leistungsvermögen des Armada schätzen werden.

Best Armada


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